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Zehn gute Gründe für Familienfreundlichkeit |
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Warum in Familienfreundlichkeit investieren? Weil gute Gründe dafür sprechen. Zehn schlagkräftige Argumente für eine bessere Balance von Familie und Beruf:
Familienfreundlichkeit lohnt sich,
- weil die große Mehrzahl einen qualifizierten Beruf und ein glückliches Familienleben verbinden will.
Für die meisten jungen Menschen gehören berufliche Karriere und ein erfülltes Familienleben mit eigenen Kindern zum persönlichen Lebensentwurf selbstverständlich dazu. Doch bei der Entscheidung für oder gegen Kinder spielt die Vereinbarkeit von Familie und Beruf eine zentrale Rolle. Auf Grund eines fehlenden familienfreundlichen Umfelds haben viele junge Familien nach wie vor erhebliche Probleme, Erwerbstätigkeit und Kinderbetreuung unter einen Hut zu bringen. Und immer mehr junge Menschen verzichten aus diesem Grund ganz auf Kinder.
- weil mehr Kinder für die Gesellschaft mehr Wachstum und Wohlstand bedeuten.
Deutschland steht einer ernsthaften demografischen Entwicklung gegenüber, die durch eine der niedrigsten Geburtenraten Europas bei einer gleichzeitigen rasanten Alterung der Bevölkerung gekennzeichnet ist. Diese Bevölkerungsentwicklung hat gravierende ökonomische und soziale Folgen. Denn gesellschaftlicher Wohlstand kann nur durch eine ausreichende Anzahl an Menschen garantiert werden, die über genügend wirtschaftliche Leistungskraft verfügen, um die Mitverantwortung für alte und junge Mitmenschen tragen zu können.
- weil die deutsche Wirtschaft auf das Wissen von Männern und von Frauen als wichtigste Ressource angewiesen ist.
Wer viel in seine Köpfe investiert, will von ihnen auch profitieren. Mit familienfreundlichen Maßnahmen können Unternehmen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter längerfristig an den Betrieb binden und von ihren Leistungen profitieren. Weniger Fluktuation bedeutet weniger Kosten. Entsprechende Angebote können gerade dann helfen, wenn es darum geht, hoch qualifizierten Frauen nach ihrer Schwangerschaft die Rückkehr ins Arbeitsleben so einfach wie möglich zu machen.
- weil zufriedene Eltern in Unternehmen besser, motivierter, produktiver und konzentrierter arbeiten.
Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf reduzieren die Doppelbelastung, der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Kindern ausgesetzt sind. Durch familienfreundliche Maßnahmen können Stress, Krankheitsanfälligkeit, Fehlzeiten und eine verminderte Produktivität reduziert bzw. vermieden werden.
- weil Mütter und Väter in der Familie wichtige organisatorische und soziale Fähigkeiten auch für den Beruf erwerben.
Kompetenzen wie Eigenverantwortung und Zuverlässigkeit, Organisationsgeschick, Lern- und Leistungsbereitschaft, Belastbarkeit, Flexibilität und Konfliktfähigkeit werden in der Familie vermittelt. Die Erfahrungen von Müttern und Vätern in Familien sind das beste Managementseminar der Welt, von diesen Erfahrungen können die Unternehmen nur profitieren.
- weil durch Familienfreundlichkeit gute Arbeitskräfte für Unternehmen gewonnen und im Unternehmen gehalten werden können.
Immer mehr Unternehmen erkennen, dass eine erfolgreiche Personalpolitik die familiäre Situation und die privaten Bedürfnisse ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter berücksichtigen muss. Denn familienfreundliche Maßnahmen motivieren die Belegschaft und erhöhen deren Identifikation mit dem Unternehmen.
- weil Unternehmen durch familienfreundliche Maßnahmen Vorteile und Innovationen erreichen können.
Betriebswirtschaftliche Kosten-Nutzen-Analysen zeigen deutlich, dass sich familienfreundliche, innovative Maßnahmen für Unternehmen grundsätzlich rechnen. So können beispielsweise Kosten, die durch die Überbrückung der Elternzeitphase, familienbedingte Fluktuation oder Maßnahmen zur Wiedereingliederung nach der Elternzeit entstehen, durch ein familienfreundliches Maßnahmenpaket vermieden oder reduziert werden.
- weil familienfreundliche Unternehmen als attraktiver und verantwortungsvoller Arbeitgeber wahrgenommen werden.
Fast 90 Prozent der Unternehmen in Deutschland, die ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein familienfreundliches Umfeld bieten, sehen dadurch deutliche Vorteile im Wettbewerb um qualifiziertes Fachpersonal. Einige Unternehmen befürchten einen Wettbewerbsnachteil um qualifizierte Mitarbeiter gegenüber unseren europäischen Nachbarn und den USA, wenn es nicht gelingt, die Vereinbarkeit eines anspruchsvollen Berufslebens und eines befriedigenden Privatlebens zu realisieren.
- weil Fortschritt auch auf den Impulsen der Nachwachsenden basiert.
Bereits jetzt herrscht in der Wirtschaft ein Mangel an qualifiziertem Nachwuchs. Globalisierung und demografischer Wandel werden den Wettbewerb um die jungen Generationen noch verschärfen.
- weil Kinder die beste Investition in die Zukunft sind – für alle.
Ob Politik, Wirtschaft, Gesellschaft, die Länder und Kommunen oder das Individuum – letztlich profitieren alle von der Institution Familie. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf wird zum Schlüsselfaktor unserer Zukunftsfähigkeit und entscheidet damit über unseren Wohlstand.
© 2006 Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
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